Montag, 15. September 2014

Ein Blog?

Sag mal... warum bloggst du eigentlich?

Diese Frage wird mir hin und wieder gestellt. "Ich meine, was bringt dir das?" 


Und jetzt, wo es Klassenkunst schon bald 1 Jahr (!) gibt, ist diese Frage einen Post wert. 

Ehrlich gesagt hatte ich nie vor einen Blog zu schreiben. Bis vor einiger Zeit wusste ich gar nicht so genau, was ein Blog eigentlich ist ;). Schreiben habe ich schon immer geliebt, aber einen Blog? Wer würde den denn überhaupt lesen?

Ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich liebe es in andere Klassenzimmer zu blicken. Die Klassenzimmer sind so unterschiedlich wie die Lehrpersonen selbst. Und jedes dieser Klassenzimmer steckt voller Ideen, Materialien und Inspiration. Als meine Lehrerkollegen mich in meinem Schulzimmer besuchten merkte ich, dass auch mein Schulzimmer viele Dinge enthält, die auf Interesse stossen. So wie sie das ein oder andere von mir übernahmen, übernahm ich das ein oder andere von ihnen. Übernehmen ist das richtigere Wort. Wir tun es ja noch immer :).

Und da wir nicht täglich in X Klassenzimmer schauen können, googeln wir nach Ideen. Als ich noch studierte, freute ich mich besonders darauf mein eigenes Klassenzimmer einrichten zu können. Wisst ihr, wie viel Zeit ich im Internet verbrachte und mir Fotos anderer Klassenzimmer anguckte?
Ich stiess auf viele tolle Ideen und begann irgendwann mein eigenes Material zu erstellen. Inspiriert und ermutigt durch das, was ich da sah.

Lehrerinnen und Lehrern wird oft nachgesagt, sie würden ihr Material nur ungern weitergeben und "geheime Quellen" lieber für sich behalten. Ob das tatsächlich so ist? Na, ich weiss nicht... Glücklicherweise habe ich es überwiegend anders erlebt. Und wenn es so sein sollte, dann finde ich das wahnsinnig schade!
Letzten Endes ist es nämlich so: wir alle haben ein Ziel. Nämlich unsere Schülerinnen und Schüler so zu unterrichten, dass jede(r) von ihnen an sein / ihr Ziel kommt. Und dabei möchten wir bitteschön möglichst viel Spass und Freude haben. Und wenn wir schon alle das (ungefähr) selbe Ziel haben, können wir uns doch auch zusammentun. Unsere Ideen weitergeben, Dinge teilen und uns gegenseitig helfen. 

Und so entstand Klassenkunst (danke Mami, für die Namens-Idee). 
Ganz unscheinbar an einem Sonntagnachmittag :). Einfach so aus Spass.
Mit dem Ziel den ein oder anderen zu inspirieren. 
So, wie auch ich inspiriert wurde und täglich neu inspiriert werde.

Ich danke euch für eure netten Mails und Kommentare.


Kommentare:

  1. Schön, dass es diesen Sonntagnachmittag gab...
    Ich lasse mich immer wieder von dir und von "Klassenkunst" inspirieren!
    DANKE, alibert

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  2. Du rettest meinen "Zeichenunterricht"! Ich beglückwünsche dich zu deinem Blog! Es ist immer wieder spannend für mich, wie du einfache "Dinge" groß wirken lässt!
    Vielen lieben Dank dafür!
    LG Susanne

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    1. Liebe Susanne
      Danke für dein Kompliment!
      Liebe Grüsse
      Alessandra

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  3. Hallo Alessandra,
    ich bin soooo froh, dass es euch fleissige Blogger gibt, so kann ich meine buntgemixte Klasse (Förderschule) immer wieder mit neuen, tollen Materialien versorgen. Manchmal laufen Drucker und Laminiergerät heiß, aber damit kann ich leben.Danke, dass ihr eure Ideen mit uns teilt! Ich mache auch fleissig Werbung!
    Liebe Grüße aus Essen von Claudia

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    1. Liebe Claudia
      Das mache ich gerne :). Und ich danke dir für die Werbung ;). Neue Besucher sind herzlich willkommen.
      Liebe Grüsse
      Alessandra

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  4. Ich freue mich seit einigen Wochen, dass ich diesen und andere Schulblogs gefunden habe. Seit dem bin ich wieder motivierter im Unterricht, da ich neuen Input bekomme.
    Du und andere Blogger haben meiner Klasse schon viele schöne Momente gebracht.
    DANKE, Tina

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    1. Liebe Tina
      Wow, das freut mich echt! Danke :). Das motiviert mich auch gleich noch mehr :).
      Liebe Grüsse
      Alessandra

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  5. Leider kann ich deine Euphorie nicht ganz teilen. Beruflich sehe ich in eine Menge fremder Klassenzimmer. Mittlerweile hängt ja in jedem zweitem Material des Zaubereinmaleins. Was mir fehlt, insbesondere seit Aufkommen der Vielzahl von Lehrerblogs, ist die pädagogische Auseinandersetzung und, ja ich will es so nennen, das eigene Denken. Da werden Lernplakate A4 vorn neben die Tafel gehängt, ohne mal zu schauen, ob man sie von hinten auch erkennen kann. Aber sie sind ja sooo schön... Da wird farbig konzipiertes Material s/w kopiert und kein Kind kann die Aufgabe lösen. Da werden Kinder mit ABs zugeknallt, schleppen sich dumm und dusselig mit ihren Mappen, nur weil die KollegenInnen (sorry) zu dumm sind, die Duplex-Funktion des Kopieres zu nutzen. Lt. S.Schäfer steigen bei ihrer Seite Sonntags die Nutzerzahlen, klar, noch schnell Material für Montag suchen. Ich würde mir wünschen, dass methodisch-didaktisch genausoviel Leben auf den blogs herrscht, wie materialtechnisch. Grüße, Sebastian

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    1. Lieber Sebastian
      Ich kann dein Anliegen und deine Zweifel verstehen. Und ja, du hast Recht. Das schönste Material nützt nichts, wenn es für die Kinder weder les- noch lösbar ist. Es geht nicht nur um schön, sondern in erster Linie um zweckmässig. Selbstverständlich ist es aber so, dass die Kinder durch eine schöne Präsentation durchaus mehr motiviert sind, die Aufgaben zu lösen. Und farbig konzipiertes Material s/w zu kopieren eignet sich tatsächlich nicht. Egal ob du nun Material eines Blogs verwendest oder eine Werkstatt kaufst, du kannst (praktisch) nie alles einfach so übernehmen. Jedenfalls geht es mir so. Das Material muss an die Ziele und Rahmenbedingungen angepasst und individuell auf die Schüler abgestimmt werden. Solch bereitgestelltes Material kann dann durchaus zur Bereicherung beitragen. Eine kritische Reflektion nimmt wünschenswerter Weise jeder für sich selber vor.
      Ich nehme deine Anregung gerne entgegen und werde bei gegebener Zeit darauf zurück kommen.
      Liebe Grüsse
      Alessandra

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  6. Liebe Alessandra,
    ich möchte mich Sebastians Worten anschließen und finde es auch nicht gut, dass in jedem Klassenraum dasselbe hängt. Manchmal hat man den Eindruck vielen Lehrern wird das Denken abgenommen und sie reflektieren nicht mehr.
    Deshalb würde ich mir auch weniger Material , sondern mehr methodisch-didaktisches Wünschen oder eben deine geposteten Bilder, wie du etwas erarbeitest, was dir gut gelungen ist, was du anders machen würdest....

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