Mittwoch, 14. Dezember 2016

In eigener Sache

Eure Meinung

Vor drei Jahren startete ich, voller Vorfreude und dennoch sehr aufgeregt mit Klassenkunst. Aus einer Laune heraus und weil ich davon überzeugt war, dass dieser Blog eine durchaus bereichernde und Freude bringende Sache sein würde. Ich behielt Recht und meine Erwartungen (sofern ich überhaupt welche hatte) wurden übertroffen!

Klassenkunst ist ein Lehrerblog. Der Schulalltag, Bastelarbeiten, Ideen für den Kunstunterricht und Unterrichtsmaterialien sind das Herz von Klassenkunst. Und das liebe ich, noch immer! Heute vielleicht sogar noch mehr als vor drei Jahren. 

Und dennoch gibt es da noch so viele andere Dinge, die geteilt werden möchten. Keiner von uns ist (zum Glück!) nicht NUR Schule. Die Schule ist ein Teil von uns Lehrern, aber jeder (die meisten) haben da noch einen anderen (schulfreien) Teil. 
So bauen wir derzeit beispielsweise gerade unser Haus in Deutschland um (und lassen umbauen). Wir verleihen manchen unserer alten Möbel neuen Pepp oder stellen unser handwerkliches Geschick (haha!) etwas auf die Probe. Und ganz ehrlich: wenn wir es können, dann können es die meisten anderen auch! :) 

Je mehr ich das tue, desto mehr stelle ich fest, dass es nicht viel braucht um Altem einen neuen Glanz zu geben, um etwas neu zu gestalten oder zu dekorieren. Manchmal braucht es vielleicht etwas Mut und Zeit. Aber das war es auch schon :). Letztlich stimmt es: Ideen muss man haben. Der Rest kommt dann von alleine. Irgendwie.

{Und ja, auch solche DIY- und Haus-Blogs gibt es bereits gaaaaanz häufig. Aber das soll egal sein. Jeder kann sich ja letztlich aussuchen was er liest und was nicht.}



Seit Längerem bin ich nun schon hin- und hergerissen und frage mich: haben auch solche Dinge Platz auf Klassenkunst? Dinge, die so gar nichts mit der Schule zu tun haben? Dinge aus dem Wohnzimmer, der DIY-Ecke Zuhause, der Küche oder dem ganzen Haus?
Ist es für euch als Leser sogar eine interessante Abwechslung? Oder gehört "alles andere" so gar nicht hier her?

Eure Meinung ist mir sehr wichtig, daher wäre es mir eine grosse Freude, wenn ihr mir eure persönliche Meinung mitteilen könntet. 

Herzlichen Dank und liebe Grüsse aus der Schweiz

Dienstag, 13. Dezember 2016

Weihnachtskarte Rudolf

Rudolf und seine Freunde 
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Neben dem Rentier-Weihnachtsgeschenk und dem Rentier-Weihnachtskalender bastelten wir im letzten Jahr eine persönliche Rentier-Weihnachtskarten für die Eltern. Die Inspiration stammt von hier.

Jedes Kind stempelte seinen persönlichen Fingerabdruck auf das vorgegebene Feld. Wir nutzten dazu braune Farbe von Caran d'Ache. Ein Stempelkissen wäre ebenfalls super geeignet. Anschliessend wurden die Abdrücke mit einer roten Stupsnase, Augen, einem Mund und einem Geweih verziert und tadaaa: ein Rentier entsteht!



Falls ihr die Karte nach basteln möchtet, könnt ihr in meinen TpT Store die Vorlage als FREEBIE herunterladen.

Ihr könnt dort zwischen einer Vorlage mit 20 kleinen Feldern oder einem grossen Blanko-Feld wählen.




Ich wünsche euch einen schöne Abend!
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Sonntag, 11. Dezember 2016

Weihachtsgeschenk Lolli

Rudolf und die rote Nase
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Im letzten Jahr stand bei uns alles unter dem Deko-Motto *Rentiere*. Vom Rentier-Adventskalender über die Rentier-Weihnachtskarte bis hin zum Rentier-Geschenk für meine 1. Klässler {jetzt: stolze 2. Klässler!}.



Viele von euch werden die Idee kennen, sie geistert in allen möglichen Varianten durchs Netz. Verständlich, denn die Idee (gefunden auf Pinterest) ist einfach niedlich. Für jene unter euch, die den kleinen Rudolf in dieser Form bisher noch nicht kannten, möchte ich unser letztjähriges Weihnachtsgeschenk dennoch gerne teilen.

Ich habe alle möglichen Supermärkte abgesucht und keine roten Lollis gefunden. Wo sind die ganzen Erdbeere-Lollis denn hin? :) 
Kurzerhand entschied ich mich zu improvisieren. Es lag ja eigentlich auf der Hand und hätte viiidl Lolli-Suchzeit einsparen können.
Statt rote Lollis zu verwenden, wickelte ich die bunt gemischten Lollipops einfach mit rotem Seidenpapier ein! Das geht fix und sieht hübsch aus.

Die Vorstellung über 20 Rudolfs von Hand auszuschneiden... Brrr! 
Mein geliebter Silhouette Cameo musste her und per Zufall fand ich auf der Seite von Stephanie eine Cutting-Vorlage für den Silhouette Cameo. Das sparte nicht nur unglaublich viel Zeit, es wurde auch viel genauer als von Hand! :) Ein doppelter Gewinn also.



Ich verwendete zwei unterschiedliche Brauntöne, das machte das Gesamtbild einfach schöner. Mit einem Fineliner malte ich den niedlichen Rudolfs ein fröhliches Gesicht auf.



Wie sich Stephanie es tat, klebte ich unten an den Lolli einen kleinen Weihnachtsgruss.



Die Lolli-Rentiere kamen bei den Erstes sehr gut an. Wenn ihr also noch auf der Suche nach einem einfachen und schnell umsetzbaren Weihnachtsgeschenk seid: die Rudolfs sind eine echte Alternative! :)




Schenkt ihr euren Schülern auch eine kleine Aufmerksamkeit? 
Und wenn ja, was ist es oder war e schon?


Herzliche Grüsse aus der Schweiz

Mittwoch, 23. November 2016

Fensterdeko Schneemänner

Unser Fensterdeko-Spass

Wie ihr wisst ist unser Dekorations-Motto im Schulhaus in diesem Jahr "Schnee." Ich entschied mich für Schneemänner und einige von euch haben die ersten Prototypen bereits auf Instagram gesehen.



Ursprünglich wollte ich eine eigene Vorlage erstellen. Witzige Schneemänner sollten es sein, am liebsten mit Schuhen an den "Füssen". 
Eigentlich mehr durch einen Zufall stolperte ich dann über die Schneemänner von Kindergarten Smiles. Ich war so angetan, dass ich mich für exakt diese Schneemänner entschied und die kleine Investition sehr gern tätigte. 
In diesem Fall kann ich euch also keine Vorlage zur Verfügung stellen. Als kleine Inspiration und weil uns die Dekoration so gut gefällt, möchte ich euch aber sehr gerne unsere diesjährige Gestaltung präsentieren. 

Beim Körper machten wir übrigens eine kleine Anpassung. Manche Schneemänner bestehen nämlich aus zwei Kopf-Schablonen. Sie sind dadurch etwas kleiner, dicker und richtig knuffig. Aber auch die Schneemänner in der Originalversion sind richtig toll.
Die Kinder durften sich jeweils zwei Farben aussuchen. Damit es nicht zu bunt wird, beschränkte ich die Anzahl Farben und alle Sterne wurden zudem gelb. 



Wie immer ergänzte ich unsere Dekoration mit meinen Eiszapfen (bestehend aus einer Filzdecke für den Tannenbaum) und mit einer kleinen Schneelandschaft auf der die Schneemänner stehen.




Die Schneemänner sind auf beiden Seiten geich verziert. So sieht die Dekoration auch von Aussen hübsch aus.



Geniesst euren Abend!

Herzliche Grüsse

Montag, 21. November 2016

Adventskalender Weihnachtsmann

Hohoho! Die Weihnachtsmann-Parade!
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Letztes Jahr bastelte meine Freundin Fabienne mit ihren 2. Klässlern einen ganz wundervollen Adventskalender. Eine, wie ich sie nenne, Weihnachtsmann-Parade. 


Die 24 Weihnachtsmänner sind so niedlich, ich muss sie einfach mit euch teilen. Eigentlich nahm ich mir im letztes Jahr vor, den Adventskalender mit meinen Künstlern nach zu basteln. Da ich mich nun aber unserem Schulhausmotto "Schnee" anpasste, werden es in diesem Jahr Schneemänner.



Der Körper besteht (wie so oft) aus einer Toilettenpapier-Rolle, die mit rotem Buntpapier umwickelt oder rot bemalt wird. 
Das Gesicht wird aus beige-braunem Buntpapier auf die Rolle geklebt. 
Eine ordentliche Portion Watte stellt den flauschigen Bart des Weihnachtsmannes dar und ein kleines Holzkügelchen ist die Nase. 


Da Wackelaugen so ziemlich alles unglaublich niedlich machen, dürfen eben Diese auch hier nicht fehlen.
Erst der Hut macht den Weihnachtsmann zu einem perfekten Weihnachtsmann. Fabienne und ihre Kinder haben dazu ein Stück Filz unten mit einem Pfeifenputzer umwickelt und oben mit einer Schnur zusammengebunden. Einfach, clever, gut.


Sind sie nicht total süss?

Mein derzeitiges Lieblingsbuch ist übrigens von Astrid Lindgren "Weihnachten mir Astrid Lindgren". Ich bin ja ein absoluter Lindgren-Fan.


 Falls ihr noch auf der Suche nach ein paar erfrischenden, liebevollen und amüsanten Geschichten seid, kann ich euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Die Erinnerung liest immer mit. Herrlich! :)

Ich grüsse euch herzlich und wünsche euch einen tollen Start in die Woche!

Donnerstag, 10. November 2016

Adventskalender basteln

Adventskalender Pinguin

Kaum zu glauben, aber in sechs Wochen ist ja bereits schon wieder Weihnachten. 
Ein Adventskalender darf da natürlich nicht fehlen. Im letzten Jahr bastelten wir eine fröhliche Pinguinschar. Die Idee hatte ich von dieser Seite.

Grundlage ist, wie so oft, eine Toilettepapierrolle. Diese wird schwarz angemalt. Bauch, Füsse, Flügel und Schnabel werden aus Tonpapier gebastelt.



Per Zufall passten meine Mini-Weihnachtsmützen perfekt auf die Klopapierrollen. Wenn ihr keine Mützen zur Verfügung habt, können diese aus Filz und einem Pfeifenputzer ganz einfach selbst gebastelt werden.


Die Innocent Smoothies gab es einige Zeit lang mit lustigen Strickmützchen. Da ich diese so süss fand, bewahrte ich sie eine ganze Zeit lang auf. In weiser Voraussicht ;). Denn auch die Mützchen passten auf die Pinguine. Hätte ich noch mehr davon gehabt, hätte ich alle Pinguine damit ausgestattet. Herzig, oder? :)





Die Pinguine stellten wir auf eine gemütliche Weihnachtsdecke.




Im Adventskalender war für jedes Kind eine Weihnachtsschokolade und ein weihnachtlicher Radiergummi. Zudem las ich den Kindern jeden Morgen aus unserer Weihnachtsgeschichte vor.


Womit gefüllt ihr eure Adventskalender?

Herzliche Grüsse

Freitag, 21. Oktober 2016

Link-Tipps

Vorlagen Fensterdeko

Gestern habe ich vergessen, die Vorlagen der Halloween-Dekoration mit euch zu teilen. Weder das Gespenst, noch die Fledermaus habe ich selber gezeichnet. 

Als Vorlage der Fledermaus diente mir dieser Link hier. Auf der Seite gibt es übrigens zahlreiche weitere Vorlagen. Auch das Gespenst fand ich auf der Seite. Hier geht es auf direktem Wege dorthin. 

Mit diesen Kürbissen meiner Kinder verabschiede ich mich ins Wochenende!






Happy Weekend!

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Herbstliche Fensterdeko Teil 2

Booh! Halloween kann kommen!

Gestern postete ich unsere Kürbisgesichter und versprach, auch Teil 2 unserer Deko mit euch zu teilen. 
Ausserdem lernte ich dank euch, gestern etwas dazu. Diese "Stüpferlis" mit denen das Gesicht "ausgestüpferlt" wurde, heissen Prickelnadel (Blogger zeigt mir dieses Wort übrigens rot unterstrichen an) und damit wird geprickelt ;). Herzlichen Dank! Ein bisschen peinlich ist es mir ja schon. Hihi.




 Bei einer richtigen Halloween-Dekoration dürfen Fledermäuse und Gespenster nicht fehlen. Die "Prickel-Technik" lässt sich auf alles Mögliche übertragen und so natürlich auch auf Teil 2 unserer Dekoration. Die Idee dazu stammt übrigens von einer sehr engagierten 9. Klässlerin, die bei meinen Kindern und mir auf Besuch war und einen Geist-Prototypen bastelte. Danke Jessica!

Nach dem exakt selben Prinzip (wie bereits bei den Kürbisgesichternentstehen niedliche Fledermäuse und lustige Gespenster.





Statt gelbem Drachenpapier wählten wir schwarzes Seidenpapier. Ich hatte kein Drachenpapier in schwarz und musste feststellen, auch Seidenpapier eignet sich sehr gut. 
Leider schimmert das schwarze Papier etwas durch das weisse Gespenst durch. Aber darüber sehen wir einfach hinweg, muss ja nicht alles perfekt sein.





Bei den Fledermäusen wählten wir weisses Drachenpapier.





Wenn die Fledermäuse nicht ganz so gruselig, dafür knuffig aussehen sollen, eignen sich kleine Wackelaugen ganz besonders gut.





Und so sehen Kürbisgesicht, Fledermaus und Gespenst als Trio aus.





Morgen werden meine Knirpse und ich unsere Dekoration fertig stellen. Ich werde euch dann ein paar Kinder-Werke präsentieren. Bis jetzt sehen diese nämlich ganz toll aus!

Das Bild habe ich gestern bereits bei Instagram geteilt. So sieht es übrigens aus, wenn ich von meinem lieben Junior (stolze 15.5 Jahre!) beim Schreiben eines Blogposts unterstützt werde.




In diesem Sinne,
einen erholsamen Abend euch allen!

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Herbstliche Fensterdeko

Es wird gruselig!
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Obwohl überall bereits die Weihnachtsdekoration (hallo?!?) zum Kauf angeboten wird, lassen wir uns nicht beirren und kümmern uns erst einmal fleissig um die (gruselige) Herbstdekoration. 

In diesem Jahr wird unser Fenster mit geschnitzten gebastelten Kürbisgesichtern, angsteinflössenden Gespenstern und besonders gruseligen Fledermäusen verziert. #Booh

Heute möchte ich euch Teil 1, die Kürbisgesichter zeigen.



Das Prinzip ist nicht neu, ich habe es so aber noch nie umgesetzt und finde das Ergebnis richtig toll. 

Die Vorlage des Kürbisses habe ich mir von dieser Seite heruntergeladen. 

Die Schablone wird auf orangefarbenes Papier übertragen. 
Ihr braucht pro Fensterbild zwei Kürbisse und damit diese wirklich dieselbe Form haben, nahmen wir jeweils zwei A4 Blätter übereinander. 
Damit die Blätter beim Ausschneiden nicht verrutschen, tackere ich sie übrigens an jeweils drei Seiten aneinander.


Wenn die beiden Kürbisse ausgeschnitten sind, wird ein gruseliges Kürbisgesicht aufgemalt und anschliessend mit einem "Stupfer ausgestupft" {ganz ehrlich, ich weiss leider nicht wie ihr das in Deutschland nennt. In der Schweiz nennen wir das Ding "Stüpferli" und damit "stüpferlen" wir das Gesicht dann aus ;) ) 
Damit die beiden Kürbisse nicht verrutschten, befestigten wir sie mit Büroklammern.


Nun legt ihr gelbes oder schwarzes Transparent- oder Seidenpapier auf das Gesicht und klebt den zweiten Kürbis auf den Ersten. 
Diese Technik wird ja auch sehr häufig für Weihnachtsbilder genutzt. 



Um den Kürbis noch ein wenig interessanter wirken zu lassen, könnt ihr optional ein paar Linien und Konturen ergänzen.


Wenn der Kürbis an das Fenster geklebt wird, schimmert das Licht so schön durch und es sieht aus, als ob im "geschnitzten" Kürbis ein Lichtlein brennt.


Wie gefällt euch Teil 1 unserer Dekoration?

Ich wünsche euch einen schönen Abend und grüsse euch herzlich!

Montag, 17. Oktober 2016

Classroom-Management: Ordnung

Die Box, die Mäppchen und der Bahnhof
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Heute möchte ich euch einen Einblick in unsere Arbeitsblätter-Organisation geben und in diesem Zusammenhang die wichtigsten Organisationshelfer vorstellen: Box, Mäppchen und Bahnhof.

Die Box

Die Idee der Box stammt übrigens von einer Freundin, sie hat diese Idee wiederum von einer Freundin... und so weiter ;). Seit nunmehr drei Jahren ist "die Box" an meiner Seite im Einsatz und ich liebe sie!

Die Box ist ein echter Ordnungshüter und jedes Kind besitzt seine eigene "Box". Die Box befindet sich jeweils unter dem Pult des Kindes, in unserem Fall in der oberen Etage, direkt neben dem "Böxchen" {dazu ein anderes Mal}. Ich nutze die Rothe Aufbewahrungsbox Linus, eine andere Box eignet sich aber sicherlich genau so gut.


Kurz zusammengefasst könnte man sagen, dass die Box ein Auffanglager für alle angefangen und unfertigen Blätter ist. Statt die Blätter in Klarsichtmäppchen unter dem Pult zu verstauen, legen meine Kinder ihre Arbeiten in die Box. Ausserdem liegt in der Box der grosse Massstab, ein Gefrierbeutel {dazu ebenfalls ein nächstes Mal} für Kleinkram und die Smiley-Liste {...}.

Zuvor hatte ich es mit Mäppchen in unterschiedlichen Farben, später dann mit nur einem Mäppchen probiert. Beim Aufräumen muss es für viele Kinder einfach nur schnell gehen, schliesslich ruft die Pause und irgendwie waren viele Blätter nur zu häufig entweder nicht im richtigen Mäppchen oder irgendwo zwischen Pausenbrot und Matheheft zerquetscht ;).

Die Box macht es den Kindern einfach: Blatt in die Hand, schwupp unter das Pult, zack, in die Box. Geht super schnell und sieht meistens ordentlich aus. Ja, auch hier gibt es Ausnahmen.



In der Box werden die Arbeitsblätter nicht nach Fächern geordnet. In Ausnahmefällen bekommt die Box einen Untermieter, das durchsichtige Mäppchen. Das durchsichtige Mäppchen beherbergt während dieser Zeit Blätter, die unbedingt zusammen bleiben müssen. Beispielsweise unsere Forscherblätter zum Thema Sinne oder demnächst das Igel-Wissen.


Das Korrigieren

Fertige Arbeitsblätter werden von mir mit offenen Armen empfangen ;). Hier haben wir verschiedene Varianten. Diese kann ich euch bei Interesse sehr gerne vorstellen.

In regelmässigen Abständen gucke ich mir die Boxen meiner Schützlinge an. Hin und wieder rutscht doch einmal ein bereits fertiges oder gar korrigiertes Blatt in die Box. Und solche Blätter gehören da nicht hin. Und wie heisst es doch so schön: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser :D.



Spontan ist mir dazu damals der Begriff "Boxenstopp"eingefallen. Dieses Plakat symbolisiert den Boxenstopp. Während der Stillarbeit kommt ein Kind nach dem anderen zu mir und zeigt mir seine Box. Nicht ganz so schnell wie bei der Formel 1, meistens geht es aber recht flott.


Der Bahnhof und die Mäppchen

Fertige und korrigierte Blätter landen im Bahnhof (Schubladenboxen).


Jedes Kind besitzt seine eigene Bahnhofs-Etage oder sein eigenes Gleis ;). Die einzelnen Schubladen schrieb ich mit dem Namen des Kindes an. Dazu nutzt ich meinen Brother P-Touch. Dieses kleine Wunder besitze ich seit fünf Jahren und schreibe damit so ziemlich alles an. Sowohl in der Schule, als auch Zuhause :).

Im Bahnhof werden die Arbeitsblätter dann zum ersten Mal nach Fächern geordnet. In jeder Schublade befinden sich vier Mäppchen. Gelb, Blau, Grün und Rot.



Zu Beginn der 1. Klasse musste ich den Kindern häufig sagen, welches Blatt in welches Mäppchen gehört. Mittlerweile benötigen sie dazu nur noch sehr selten meine Hilfe. Und selbst wenn, ist das kein Problem. Es werden nach und nach Blätter in den Bahnhof gelegt, eben immer dann wenn eine Arbeit fertig ist. Da die Kinder in ihrem eigenen Tempo und oft an unterschiedlichen  Blättern arbeiten, verteilt sich das wunderbar.




Bei uns steht Gelb für Deutsch, Blau für Mathematik, Grün für Mensch und Umwelt und Rot für Verschiedenes. 


Das Einordnen

Und spätestens jetzt ernte ich die Früchte dieser simplen  praktischen Organisation. 
Das Einordnen mit 1. Klässlern... unter uns... ein Graus! Oder ich hatte vorher den Dreh einfach noch nicht ganz raus ;). 

Das Einordnen dauert jetzt nämlich nur wenige Minuten und ist super einfach. Wir ordnen nach Farben ein. Und das schon seit der 1. Klasse. So können die Kinder, selbst wenn sie noch nicht lesen können, auf die Farbcodes achten und dadurch selbstständig einordnen. 
Rote Blätter kommen hinter die rote Trennwand, bzw. den roten Punkt, Gelbe Blätter hinter die gelbe Trennwand... etc.



Meine Freunde, die Box, die Mäppchen und der Bahnhof begeistern mich noch immer. 




Möglicherweise habt ihr in euren Klassenzimmer ein ähnliches System. Es ist inspiriert von anderen hervorragenden Lehrerinnen und auf meine Klasse angepasst und zum Teil weiterentwickelt. 
Da es bei uns so gut funktioniert, klappt es sicherlich auch in anderen Klassen ganz hervorragend. Ich hoffe euch damit einen kleinen Einblick in unser Klassenzimmer gegeben und vielleicht sogar einen praktischen Input gegeben zu haben.

Herzliche Grüsse