Freitag, 31. Oktober 2014

Igelbuch

Ein Tipp...

... Den Tipp bekam ich vor zwei Jahren von meiner lieben Kollegin Monika.

Wir sind absolut im Igelfieber und arbeiten fleissig an unserem Igel-Forscherbuch.


Die Titelseite des Forscherbuchs habe ich übrigens mit dem Igel-Ausmalbild dieser Seite gestaltet. Süss, oder?



Immer wenn wir ein Sachkundethema behandeln, gibt es in unserem Klassenzimmer eine kleine Themen-Blibliothek. Die Kinder bringen dort ihre eigenen Bücher oder Hefte, die zu Thema passen mit. Die Bibliothek ergänze ich jeweils mit meinen Büchern. Dieses Mal brachten meine kleinen Igelfans auch Stoff- und Dekorationsigel mit. Für die mitgebrachten Igel werden wir übrigens ein "richtiges" Igelnest bauen!


Gemeinsam mit den Kindern las ich das Buch "Wie kleine Igel gross werden"


Die Illustrationen finde ich wunderschön und in dem Bilderbuch sind tatsächlich viele Sachinformationen enthalten. So erfahren die Kinder, bevor sie mit der Arbeit in ihrem Forscherbuch beginnen, viel Wissenswertes über den Igel - und zwar ganz nebenbei. 


Natürlich steht auch dieses Buch in der Igel-Bibliothek. So können die Igel-Forscher alle wichtigen Informationen in ihr Forscherbuch schreiben.

Ich wünsche euch einen gruselig schönen Freitag...

HAPPY HALLOWEEN

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Igel - Eine Anregung

Was interessiert dich?

Im Fach Mensch und Umwelt {Sachkunde?} beschäftigen wir uns zur Zeit mit einem echten Themen-Klassiker: dem Igel. Auf dieses Thema freute ich mich schon seit letzten Herbst. Das Thema bietet so viele Möglichkeiten und viele Kinder interessieren sich sehr für den Igel, seine Lebensweise und die Frage: was mache ich, wenn ich einen Igel im Winter finde?

In einem Kurs über den Igel, wurden wir gefragt, was wir von diesem Tag erwarten, was uns interessiert und welche Fragen wir haben. Unsere Fragen und Gedanken mussten wir auf Dreiecke schreiben, die später die Stacheln des Igels darstellten. Die Fragen wurden gesammelt und an der Tafel zu einem Igel angeordnet. 
Diese Idee übernahm ich für meine Klasse und fragte die Kinder, was sie alles über den Igel lernen möchten. In Gruppen schrieben sie ihre Fragen auf die "Stacheln". Wir sammelten die Fragen und das sah dann so aus:


Für mich ist das natürlich sehr spannend. So sehe ich, was die Kinder tatsächlich wissen möchten und kann im Unterricht die Schwerpunkte genau dort setzen. 




Folgende Fragen kamen besonders häufig:
  • Warum hat ein Igel Stacheln?
  • Wie viele Stacheln hat ein Igel?
  • Was frisst ein Igel?
  • Welche Feinde hat ein Igel?
  • Wie gross wird ein Igel?
  • Wie alt wird ein Igel?
  • Wo leben Igel?
  • Warum schlafen Igel im Winter?
  • Darf ich Igel füttern?
Am Ende des Themas werden wir überprüfen, ob die Fragen beantwortet wurden.

Liebe Grüsse an euch alle!

Dienstag, 28. Oktober 2014

Vorlage Socken


Endlich ist sie da!

Die Sockenvorlage! {Hust... ein bisschen spät..hust}


Ja, auch Socken sind zum Rechnen da. Sie eignen sich hervorragend zum Zählen in Schritten, zum Ordnen nach Farben (oder auch Grössen), zur Zuordnung von Mengen oder zur Einführung des Mini-Einmaleins. Und obwohl wir das Zählen in 2er-Schritten bereits erfolgreich gemeistert haben, hängen die Socken noch immer über der Wandtafel. Einfach weil sie so hübsch aussehen :). 


Die Vorlage könnt ihr HIER downloaden. 


Anschliessend fertigt ihr entweder eine Schablone davon an oder druckt sie direkt auf (Bunt)Papier aus. Die Socken können dann nach Lust und Laune verziert werden. Übrigens: statt Papiersocken könnte man auch richtige Socken verwenden. Wäre sicherlich auch ganz lustig, wenn jedes Kind ein buntes Sockenpaar mitbringt.

Liebe Grüsse an euch alle!

Montag, 27. Oktober 2014

s oder ß


Zur Erinnerung

Meine lieben Leser
Ich freue mich sehr über die stetig steigenden Besucherzahlen hier auf dem Blog und die vielen neuen Facebook-Freunde auf der Klassenkunst Facebookseite. Alle "Neuankömmlinge" möchte ich herzlich willkommen heissen. 

Sollte der ein oder andere schon im zweiten Satz über das Wort "heissen" (heißen) gestolpert sein, dann bitte ich die kommenden Zeilen zu lesen. Wenn ihr euch auf Klassenkunst bereits daran gewöhnt habt, oder meinen s oder ß Beitrag schon kennt, dann möchte ich mich bereits hier von euch verabschieden. Mein s oder ß Beitrag wird hier nämlich noch einmal eins zu eins wiederholt. 

Warum ich einen bereits geschriebenen Post wiederhole? Aufgrund des Kommentars eines Besuchers {Nach Diphtongen und Umlauten schreibt man ß} wurde mir bewusst, dass es für einige von euch tatsächlich merkwürdig oder sogar fehlerhaft sein muss… Denn ja, es ist so. Ich verwende konsequent keine "ß" und werde dies auch in Zukunft nicht tun. Das ist für alle Besucher aus der Schweiz und für mich völlig normal und vor allem absolut korrekt.


Während im Alltag immer nur "Schwizerdütsch" gesprochen wird, ist die geschriebene Sprache Deutsch. Auch in der Schule wird "Standartsprache" (hochdeutsch) gesprochen. Und obwohl Deutsch in unserem Schweizer Alltag eine grosse Rolle spielt, gibt es einige kleine Unterschiede. So grillen wir im Sommer nicht, wie grillieren. Wir gehen nicht auf Gehwegen, sondern auf Trottoirs, wir essen kein Hühnchen sondern Poulet, ein Reisebus ist kein Bus, sondern ein Car (nicht zu verwechseln mit Englisch für Auto) und dieses Zeichen "ß" kommt in unserer Rechtschreibung überhaupt nicht vor. 
Wie ihr wisst, wohne und unterrichte ich in der Schweiz. 

Aus diesem Grund, schreibe ich Massstab, nicht Maßstab, gehe nach draussen und nicht nach draußen, und meine Kinder werden grösser, nicht größer.

Da die meisten von euch aus Deutschland kommen, möchte ich das unbedingt gesagt haben. Nicht, dass ihr denkt: "Oh Gott, wie schreibt die denn!?". 
Sollten sich andere Fehler einschleichen {ja, auch das kommt hin und wieder vor..} sind das tatsächlich Fehler und werden auch in der Schweiz als solche gesehen ;). 
Und im Übrigen gilt: wer Fehler findet, möge sie behalten. :) 

Allfällige Unterrichtsmaterialien werde ich natürlich auch weiterhin sowohl für die Schweiz, als auch für Deutschland einstellen.


Ich danke euch für euer Verständnis.
Keine Grüße, dafür herzliche Grüsse aus der Schweiz

Vorlage Elefant

Elefantenparade

Ich wurde einige Male nach der Elefanten-Vorlage von Elmar und seiner Elefantenparade gefragt. So machte ich mich also auf die Suche nach dieser Vorlage (eigentlich sollte man solche Sachen immer speichern... tu ich aber irgendwie nie!). Natürlich wurde ich fündig. Die Vorlage fand ich auf dieser Seite.

Bildquelle: Teachers.net
Herzliche Grüsse

Samstag, 25. Oktober 2014

Elmar-Tag

Bunte Elefantenparade

Ihr alle kennt Elmar den Elefanten. Die meisten Kinder kennen Elmar ebenfalls, viele kennen ihn schon aus dem Kindergarten. Elmar ist eben ein echter Klassiker. 
Die Geschichte finde ich sehr niedlich. Der bunte Elefant, der einfach so anders ist und eigentlich gar nicht anders sein will. Die Elmar-Geschichten können wunderbar im Rahmen von Themen wie Freundschaft, Anders-Sein oder Ich-Du-Wir verwendet werden. Und basteln, ja basteln kann man "mit" Elmar jede Menge! Vom Sparschwein-Elmar bis zum Klassenprojekt. Die Möglichkeiten sind so zahlreich wie vielseitig. Als meine 1.Klässler und ich Zootiere genauer unter die Lupe nahmen, las ich ihnen auch die Elmar-Geschichte vor. Mit dem Wissen, dass sie den meisten Kindern bekannt war. Das war aber kein Nachteil, im Gegenteil. Sie waren höchst erfreut, Elmar wieder begrüssen zu dürfen.
Am Ende der Geschichte ist die Rede von einem Elmar-Tag. Ein Tag im Jahr, der dem bunten Elefanten gewidmet ist und an dem sich alle anderen Elefanten ebenfalls bunt anmalen. Irgendwie so was wie Fasching.
Also "feierten" wir auch einen Elmar-Tag und gestalteten farbenfrohe Elefanten!
Den Elefanten malten die Kinder nicht selber, ich stellte ihnen eine Vorlage zur Verfügung. Natürlich könnte man die Kinder selber einen Elefanten zeichnen lassen. Die bunten Elefanten sahen richtig fröhlich und schön aus. 
Der unglaublich "schöne" Hintergrund ist übrigens mein Einbauschrank, der in meinem Schulzimmer steht. Aber damals war das wohl modern... ;)






Ist es nicht toll, wie unterschiedlich dieselbe Vorlage am Ende aussieht? 

Dazu passt übrigens auch mein "Ich bin besonders" Arbeitsblatt. {Hier geht's zum Post}



Mit diesem (zur Abwechslung) gar nicht herbstlichen Post, sende ich euch liebe Grüsse aus der kühlen Schweiz!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Kunst und Künstler

Im Hundertwasser Stil

Erst war ich mir nicht sicher, ob ich diese Fotos tatsächlich mit euch teilen kann oder nicht. Die Qualität... die Qualität.. Die Fotos stammen ja aus einer Zeit, in der Klassenkunst noch weeeit entfernt war. Die Kunstwerke wurden so mal eben schnell mit der Handykamera fotografiert. Und dennoch sind die Werke schön genug, ich glaube sie machen die Fotoqualität wett.

Wie gesagt, wir beschäftigten uns mit dem Künstler Friedensreich Hundertwasser {siehe hier}. In Anlehnung an ein paar seiner Werke gestalteten wir unser eigenes "Hundertwasser-Bild". Die Idee dazu entdeckte ich im Internet.


Bei dieser Unterrichtseinheit wird erneut das Thema warme und kalte Farben aufgegriffen. 
Es werden je zwei Zeichnungsblätter bemalt. Einmal in warmen, einmal in kalten Farbtönen. Wie ihr seht, klappte diese Trennung nicht in jedem Fall. Da das Hauptaugenmerk aber nicht auf dem Thema "Farbtöne" lag, spielte (mir) das keine grosse Rolle.

 Sobald die Farbe getrocknet ist, wird der Hintergrund (egal ob es nun jener mit kalten oder warmen Farben ist) zusätzlich mit Filzstiften verziert.
Aus dem anderen Blatt werden verschieden grosse Kreise ausgeschnitten. Die Kreise stellen, sobald sie übereinander geklebt werden, die Blumen dar.

Und so wundervoll sieht das dann aus:






Mir gefallen die Werke meiner kleinen Künstler super!

In diesem Jahr werden wir uns nicht mit Hundertwasser, sondern mit einem anderen Künstler beschäftigen. Tipps und Ideen nehme ich gerne entgegen :).

Fröhliche Grüsse aus der Schweiz!

Dienstag, 21. Oktober 2014

Herbstbild

Hallo Herbst

Uiii... spätestens jetzt ist der Herbst bei uns angekommen. Bisher war es ja ein wirklich schöner Herbst wie aus dem Bilderbuch. 
Momentan blitzt, donnert und regnet es aber wie wild. Nach dieser stürmischen Nacht werden viele Bäume zahlreiche Blätter verloren haben. Diese Blätter bieten sich hervorragend für Bastel- und Kunstarbeiten an. Beispielsweise für DIESE:

Letztes Jahr sammelten wir Ahornblätter und pressten sie. Anschliessend gestalteten wir ein herbstliches Bild in Herbstfarben:


Und so geht's:


Ein Blatt Papier (A3) mit einer beliebigen Technik / einem beliebigen Muster in herbstlichen Farben anmalen. Auch das gesammelte und anschliessend gepresste (Ahorn)blatt wird angemalt. Ich habe den Kindern die Gestaltung ihrer Blätter total freigestellt und auch kein Beispiel gezeigt. 

Nun wird ein Blatt Papier (A4) auf das Kunstwerk geklebt. Dadurch entsteht ein wunderschöner Rahmen. Um das Ganze abzurunden, wird das gesammelte Blatt vorsichtig auf das Buntpapier geklebt. 





Sieht toll aus, oder?
Stürmische Grüsse aus der Schweiz

Freitag, 17. Oktober 2014

Kunst und Künstler

Hundertwasser

Auf diese Post-Reihe freue ich mich schon eine ganze Weile. Sie ist dem Künstler Friedensreich Hundertwasser (1928  - 2000) gewidmet. 

Meine letzten 2. Klässler und ich sahen uns den wunderbaren Künstler Hundertwasser genauer an und meine Kinder wurden fast schon zu Hundertwasser-Experten. Den meisten von ihnen gefielen die Bilder und Bauten Hundertwassers sehr gut, da sie so bunt und (meistens) fröhlich waren.

Eine unserer Arbeiten möchte ich, ohne viele Worte, heute mit euch teilen. 
Die Kinder malten ihr eigenes Hundertwasserhaus und gestalteten einen passenden Rahmen dazu. Das Haus übernahm ich aus der Werkstatt Hundertwasser für Kinder. Die Werkstatt an sich setzte ich nicht ein.



Was ein Rahmen ausmacht....




Und hier noch einmal alle:





Die Qualität der Fotos ist leider nicht berauschend.. Aber damals ahnte noch nichts von Klassenkunst... :)

Noch immer bin ich von den Werken begeistert. Wenn ihr in diesem Schuljahr ebenfalls einen bekannten Künstler in euren Kunstunterricht einbauen möchtet, wie wäre es mit Hundertwasser?


Herzliche Grüsse und ein wundervolles Wochenende!

Sonntag, 12. Oktober 2014

ABC-Übung 2

Da fehlt noch immer was...

Vor einiger Zeit teilte ich mit euch meine ABC-Übung. Mittlerweile ist die herbstliche Übungskartei gewachsen. Es wird nun etwas schwieriger, da nicht mehr der Buchstabe in der Mitte, sondern jener am Anfang fehlt. 
Meine Idee ist nicht, dass jedes Kind eine solche Übungskartei bekommt. Viel mehr ist sie als Material zur Frei- oder Postenarbeit gedacht. Die Kartei sollte ausgedruckt und laminiert werden. Die fehlenden Buchstaben können die Kinder dann mit einem Folienstift in das gelbe Ahornblatt schreiben. So kann die Kartei immer wieder genutzt werden. Wie ihr die Übungskartei einsetzt, ist aber selbstverständlich euch überlassen.

Auf eine Nummerierung verzichtete ich bewusst. Dadurch könnt ihr entweder nur einen Teil der Übungen einsetzen, sie mir der ersten ABC-Übung verbinden oder auch die Reihenfolge selber bestimmen.

Um eine Selbstkontrolle zu ermöglichen, sollte die Lösung vor dem Laminieren auf die Rückseite geschrieben werden.

Diese ABC-Übung besteht nur aus Grossbuchstaben. Damit ihr eigene Karteikarten erstellen könnt, steht euch ebenfalls eine Blankoversion zur Verfügung. Wie immer gibt es die ABC-Übung 2 HIER.

Ich hoffe euch gefällt die Kartei.
Herzliche Sonntagsgrüsse

Samstag, 11. Oktober 2014

Aufräumen

Musikalische Rituale


Gestern stellte ich euch die Schnipsel-Polizei vor. {Anmerkung: wie LIEBEN die Schnipsel-Polizei}. Wie gesagt, seit die Schnipsel-Polizei zum Einsatz kommt, ist es bei uns um einiges sauberer. Die Schnipsel-Polizei ist eine Art *Geheimtipp* und heute möchte ich noch so einen Aufräum-Tipp abgeben.

Vor zwei Jahren kaufte ich die CD "Vom Frühstückssong zum Abschiedssong". Eine CD mit zehn Liedern, die tägliche Rituale musikalisch untermalen. Der Titel klang ganz gut, also wurde die CD bestellt.


Als sie dann bei mir eintraf und ich mir die Lieder im Auto (ich höre mir neue Lieder und Lieder, die ich selber auch noch üben muss, grundsätzlich im Auto an... ) das erste Mal anhörte, war ich etwas enttäuscht. Das Lied zur Freiarbeit fand ich zwar ganz schön, die anderen waren ebenfalls nicht schlecht und das Aufräumlied, na ja, das fand ich totaaaal komisch!

Nun, die CD war bereits geöffnet, zurückschicken ging also nicht. Und da die CD nun da war, wollte ich sie wenigstens einmal testen. Als wir das nächste Mal aufräumten, spielte ich das Aufräumlied ab.



Wie gesagt, ich persönliche fand das Lied etwas merkwürdig. Aber die Kinder, die Kinder waren auf Anhieb begeistert. Das Lied dauert rund drei Minuten und ALLE Kinder nutzen diese drei Minuten intensiv um aufzustuhlen, zu fegen, ihre Sachen zu verräumen und ihr Pult aufzuräumen. Tatsächlich steht KEINER einfach so rum, nein. JEDER macht mit und hilft. Mittlerweile habe auch ich Gefallen an dem Lied gefunden. Es kommt nicht täglich zum Einsart, wird aber regelmässig abgespielt. Dauert die "Aufräum-Lied-Pause" für die Kinder zu lange, fragen sie danach. Aufräumen macht dann einfach so viel mehr Spass! 

Regelmässig, manchmal morgens zu Beginn der Stunde,  hören wir das Lied zur Stillarbeit. Tatsächlich arbeiten die Kinder gerne und gut mit der entspannenden und beruhigenden Musik im Hintergrund.


Meine Skepsis vom Anfang ist verflogen und ich habe das Potential der CD erkannt :). Einmal mehr erkannt habe ich auch, dass wir Erwachsene manchmal Dinge komisch finden, die die Kinder lieben und umgekehrt. Wir sollten daher immer mal wieder unseren Unterricht hinterfragen: Wird er wirklich unseren Kindern gerecht?

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende!

Freitag, 10. Oktober 2014

Auch irgendwie Classroom Management

Die Schnipsel-Polizei

Ein Schulzimmer sauber und ordentlich zu halten, ist eine ganz schöne Herausforderung. Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber kaum weggefegt, scheinen Staub, Schnipsel und Co. schon wieder da zu sein. Ganz besonders fies sind die abgebrochenen Spitzen von Buntstiften. Sie kleben sich an die Hausschuhe und verzieren den Schulzimmerboden mit langen, bunten Strichen. 
Da gibt's nur eins: Radiergummis schnappen und die radikal entfernen! Von den entstandenen "Radiergummiwürsten" muss ich gar nicht erst anfangen... :)  Klar, ein Schulzimmer muss nicht blitzblank sein. Aber Schnipsel und Co. müssen dann doch nicht einfach so rumliegen. Jedenfalls nicht, wenn es sich vermeiden lässt. 
Praktisch, wenn einem die Schnipsel-Polizei zu Hilfe eilt!

Die  Schnipsel-Polizei entstand, weil ich in einem Laden diese witzigen Tisch-Mülltonnen entdeckte {vergleichbare gibt es hier}. 




Niedlich oder?
Ich sah sie und musste sie einfach nehmen. Und obwohl die Originaltonne auch ganz hübsch ist, wollte ich ihr einen persönlichen Touch verpassen. Und so entstand die  Schnipsel-Polizei



Wenn wir beispielsweise etwas basteln und ausschneiden, werden die zerschnittenen Papierreste (sofern sie nicht mehr gebraucht werden können) in den Mülleimer geworfen. Wenn ich sehe, dass sich noch ein paar kleine Schnipselchen unter den Tischen verstecken, rufe ich die  Schnipsel-Polizei und die Kinder machen sich sofort auf, um möglichst alle Schnipsel zu schnappen und in die kleine Tonne zu werfen.
Insgesamt gibt es in unserem Schulzimmer vier "Schnipsel-Polizei-Posten".





Wenn ein Kind einen kleinen Schnipsel, Buntstiftspitzen oder sonstigen "Kleinmüll" am Boden entdeckt, wird dieser "Müll" genommen und in die Mülltonne der  Schnipsel-Polizei geworfen.

Die Kinder LIEBEN die  Schnipsel-Polizei und sie sind selber immer ganz überrascht, wie viel sich da ansammelt. 

Seit die Schnipsel-Polizei für Recht und Ordnung sorgt, ist der Boden sauberer, da die Kinder Schnipsel wahrnehmen und nicht einfach ignorieren. 

Sollte doch einmal eine Buntstiftspitze ihre Spuren auf dem Boden hinterlassen, dann kommt die Spurensicherung, begutachtet den "Tatort", kontrolliert die Schuhsohlen (um weitere Striche zu vermeiden, nicht um einen Schuldigen zu finden) und beseitigt den "Schaden".


Es muss keine Mülltonne sein, ein anderes Gefäss genügt natürlich auch.

Herzliche Grüsse an euch alle! 

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Kontaktheft

Ich muss gestehen...

... Ich habe ein "Vorliebe für Etiketten". Überall gehört eine Etikette drauf. Na ja, fast überall. Und meistens reicht es nicht, wenn sie einfach nur von Hand geschrieben ist. Schön muss sie schon sein! Ob das sinnvoll oder Zeitverschwendung ist, darüber kann man streiten. Da mir das Arbeiten in einer schönen Umgebung mit schönen Dingen mehr Spass macht, erscheint es mir für mich sehr sinnvoll. 
Und nein, schöne Materialien, Hefte und Schulzimmer machen noch keinen guten Unterricht. In diesem Post geht es für einmal wirklich nur um Schönheit, um mehr nicht.

Diese "Vorliebe für Etiketten" schüttle ich vor dem Schulzimmer nämlich nicht ab (schon probiert, geht nicht!) und daher hält sie auch in meinem Klassenzimmer Einzug. Und wird von meiner 18-köpfigen Mannschaft sehr geschätzt :).

Schon in der 1. Klasse führten wir ein Kontaktheft und das tun wir auch jetzt. In das Kontaktheft werden die Hausaufgaben und wichtige Informationen geschrieben. Ausserdem können die Eltern, anstatt anzurufen, Informationen ihrerseits in das Kontaktheft schreiben. Wichtige Dinge werden natürlich nach wie vor telefonisch oder vor Ort besprochen. Für Kleinigkeiten eignet sich das Kontaktheft aber wunderbar. 
Morgens, wenn Mama oder Papa eine Notiz in das Kontaktheft geschrieben haben, gibt mir das entsprechende Kind das Heft ab und in einer ruhigen Minute lese ich die Zeilen und antworte darauf. Der Weg Mama / Papa -- Kind -- Lehrerin und umgekehrt klappt ebenfalls tadellos.


So sieht das Kontaktheft aus. Mal ehrlich: schön ist anders. Und einladend sieht das Teil nun wirklich nicht aus.

Ich konnte nicht anders! Und so erstellte ich bunte Titelseiten. Passend zu unseren Bienen und Marienkäfern. Die Titelseiten druckte ich auf diese selbstklebenden Etiketten, schnitt sie auf die richtige Grösse zu und tadaaa... FERTIG ist ein wunderschönes, individuelles und fröhliches Kontaktheft.





Wie ihr seht, schimmert die "Originalversion" des Kontakthefts etwas durch. In echt ist das aber glücklicherweise nicht so deutlich wie auf dem Foto und stört daher nicht. 

Da die Etiketten selbstklebend sind, dauerte das Erstellen nicht lange. Aufwand und Ertrag standen im Verhältnis und ich finde, es hat sich gelohnt. Schliesslich bleibt das Heft den Kindern ein ganzes Jahr lang erhalten. 
Die meisten Eltern fassten das Heft ihres Kindes übrigens mit durchsichtiger Klebefolie ein, um es zu schützen.

Hefte verzieren leicht gemacht! :)

Führt ihr auch ein Kontaktheft? Oder wie gestaltet ihr den Elternkontakt?
Herzliche Grüsse